Schock-Enthüllung bei „Hochzeit auf den ersten Blick“: Kandidatinnen werfen ihren TV-Ehemännern Vergewaltigung vor

Wurden sie nicht ausreichend geschützt!
Mehrere Frauen aus der britischen Erfolgs-Show „Hochzeit auf den ersten Blick – UK“ erheben aktuell schwere Vorwürfe: Sie seien während der Dreharbeiten von ihren TV-Ehemännern sexuell belästigt und sogar vergewaltigt worden.

Die ehemaligen Bräute erzählen in einem Interview, was sie durchgemacht haben. Auch Channel 4 und die Produktionsfirma reagieren auf die Vorwürfe.

„Hochzeit auf den Blick – UK”-Kandidatinnen erheben schwere Vorwürfe!

Vom TV-Ehemann vergewaltigt? Ex-Bräute erheben schwere Vorwürfe bei „Hochzeit auf den ersten Blick”

Die britische Reality-Dating-Show „Hochzeit auf den ersten Blick” umfasst ein soziales Experiment, bei dem sich fremde Menschen vor dem Traualtar kennenlernen und eine Schein-Ehe eingehen können. Geben sie ihr Ja-Wort, erleben sie eine inszenierte Trauung und werden fortan als Ehe-Paar begleitet. Romantisch, nicht wahr? Das sieht nach den neuesten Entdeckungen einer BBC-Recherche der Sendung Panaroma anders aus.

Denn darin erheben jetzt drei ehemalige Bräute der britischen Version von „Hochzeit auf den ersten Blick“ schwere Vorwürfe: Zwei Kandidatinnen enthüllen, von ihren TV-Ehemännern vergewaltigt worden zu sein, eine andere offenbart nicht einvernehmliche sexuelle Handlungen, wie die BBC berichtet.

„Du kannst nicht nein sagen, du bist meine Frau!”

Die Aussagen der Frauen sind herzzerreißend. Eine der Betroffenen, die die BBC aus Anonymitätsgründen lediglich Lizzie nennt, berichtete, ihr Partner sei in den Flitterwochen bereits verdächtig cholerisch gewesen. Schnell sei der Sex gewalttätig geworden, sodass sie erste blaue Flecken davontrug.

Doch es wurde noch schlimmer: Gegenüber der BBC enthüllt Lizzie, wie sie von ihrem TV-Ehemann vergewaltigt wurde. Sie habe immer wieder „Nein” gesagt, doch aufgehört habe er nicht. Stattdessen habe er erwidert: „Du kannst nicht nein sagen, du bist meine Frau.”

Lizzie, die „gelähmt vor Angst” war, hat sich am nächsten Tag an das Betreuungsteam gewandt, gestand jedoch nicht alles. Channel 4 erklärte hierzu, sie seien erst nach der Ausstrahlung der Serie über die Vergewaltigungsvorwürfe informiert worden. Ihr damaliger TV-Ehemann bestreitet die Vergewaltigungsvorwürfe. Es hätte ausschließlich einvernehmlichen Sex gegeben.

 

Zwei weitere mutmaßliche Opfer! „Du gibst mir das Gefühl, ein Vergewaltiger zu sein”

Auch Chloe (Name geändert) schilderte der BBC einen traumatischen Vorfall, bei dem ihr Ehemann, mit dem sie zuvor stets einvernehmlichen Sex hatte, den Geschlechtsverkehr einmal trotz ihres „Nein“ fortgeführt habe. „Ich lag einfach nur da und starrte aus dem Fenster“, gesteht Chloe, so BBC.

Als sie auf seine Nachfrage hin betonte, dass sie nicht wollte, soll ihr Ehemann wütend geworden sein und gesagt haben: „Du gibst mir das Gefühl, ein Vergewaltiger zu sein.“ Die Anwälte von Chloes TV-Ehemann bestritten jedoch die Vorwürfe, ihr Mandant habe sofort aufgehört, als sie ihr Nicht-Einverständnis signalisierte.

 

Shona Manderson, die namentlich bekannt ist, und 2023 an der Show teilnahm, berichtete ebenfalls von einem sexuellen Vorfall, der ohne ihre Zustimmung erfolgt ist: Ihr Partner habe in ihr ejakuliert, obwohl sie das nicht wollte. Es folgte eine ungewollte Schwangerschaft und eine Abtreibung – diese kann jedoch nicht mit Sicherheit auf den einen Vorfall zurückgeführt werden. Ihr damaliger Ehemann Bradley Skelly wies alle Vorwürfe von sich, Shona habe ihm ihr Einverständnis gegeben.

Alle „Hochzeit auf den ersten Blick”-Staffeln entfernt! Channel 4 lässt Sendung extern prüfen

Die schwerwiegenden Vorwürfe werfen ein düsteres Licht auf die zuständige Produktionsfirma CPL und den Sender Channel 4, der die Show trotzdem ausstrahlte. Strafverteidigerin Baroness Helena Kennedy KC, die als Vorsitzende der britischen Organisation der Creative Industries Independent Standards Authority fungiert, fordert eine Untersuchung des Formats durch externe Ermittler. Sie geht sogar so weit zu sagen, dass die Sendung überhaupt nicht ausgestrahlt werden sollte. „Frauen melden Vergewaltigungs- und sexuelle Übergriffsvorwürfe oft nicht sofort“, betont die Strafverteidigerin und nennt Scham und die Angst, selbst Schuld zu tragen, als Gründe an.

 

Channel 4 teilte nun Montagnachmittag mit, alle Folgen der britischen Version von „Hochzeit auf den ersten Blick” aus ihrem Programm entfernt zu haben, so die BBC. Zudem habe man nach den schweren Vorwürfen der Kandidatinnen eine externe Überprüfung eingeleitet. Die unabhängige Produktionsfirma CPL, die die Serie produziert hat, beteuerte indes, dass sich die Produktion „vorbildlich” und „angemessen” verhalten hätte.

Damit könnte das letzte Wort bei der britischen Medienaufsicht Ofcom liegen, die laut BBC indessen auf die Ergebnisse der externen Prüfung wartet und alle Beweise eingehend prüfen wird.

 

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