Nord bei Nordost- düsterem Fall: Westend“ erschüttert eine Hausboot-Explosion die scheinbar ruhige Kleinstadt an der Mecklenburgischen Seenplatte.
ARD zeigt „Nord bei Nordost: Westend“: Cordelia Wege alias Nina Hagen ermittelt nach einer Hausboot-Explosion.
Ein Hausboot explodiert, ein Journalist ist tot: In „Nord bei Nordost: Westend“ ermittelt Cordelia Wege als Kommissarin Nina Hagen in einem Mordfall an der Mecklenburgischen Seenplatte. Die ARD zeigt den Krimi von 2024 am Freitag, 26. Juni, um 20.15 Uhr im Ersten.

„Nord bei Nordost: Westend“ im Ersten: Darum geht es
Westend ist kein Ort, in den man sich zufällig verirrt. Von der Bundesstraße führt nur eine Abfahrt in die Kleinstadt am gleichnamigen See. Wer hierherkommt, hat meist einen Grund. Doch welchen Grund hatte jemand, den investigativen Journalisten Jan Witt zu töten?
Schnell steht fest: Die Explosion war kein Unfall. Witt recherchierte bevorzugt dort, wo es unbequem wurde – auf der „Kehrseite der Menschlichkeit“. Für Nina Hagen und ihre Kollegen Tim Engelmann und Felix Bittner beginnt ein Fall, der weit über die scheinbar ruhige Oberfläche von Westend hinausreicht.
Parallel erzählt der Film von ukrainischen Geflüchteten, die auf ihrem Weg nach Deutschland an die Organisation „Zweite Welle“ geraten. Sie verspricht Transport, Papiere und Arbeit – doch bald zeigt sich, dass hinter den Hilfsangeboten womöglich ganz andere Interessen stecken.
Cordelia Wege als Nina Hagen: Eine Kommissarin mit Ecken und Kanten
Nina Hagen ist keine Ermittlerin großer Worte. Sie ist trocken, direkt und verschlossen – aber genau das macht die Figur interessant. Cordelia Wege spielt sie als Frau, die nicht gefallen will, sondern genau hinsieht.
Hinter der spröden Art steckt eine Ermittlerin mit klarer Haltung: geradlinig, ehrlich und den Opfern gegenüber ungewöhnlich empathisch. Und auch ihr berühmter Name gehört zur Figur – ihre Mutter fand die Anspielung offenbar amüsant.
Auch im Revier läuft nicht alles nach Vorschrift. Eigentlich gibt es in Westend nur zwei Planstellen, tatsächlich arbeiten dort aber drei Polizisten. Der Fehler stammt noch aus Wendezeiten – und wurde bislang lieber nicht aufgeklärt. Das könnte sich ändern, als Hartwig Schulz aus der Personalabteilung des Innenministeriums Mecklenburg-Vorpommern auftaucht.
„Nord bei Nordost: Westend“: Drehorte an der Mecklenburgischen Seenplatte
Ein großer Reiz von „Nord bei Nordost: Westend“ ist die Kulisse. Gedreht wurde unter anderem in Malchow, Plau am See und Gallin, einige Szenen entstanden in Hamburg. Wasser, Wald und Weite prägen die Stimmung des Films und geben dem Krimi seinen eigenen Ton.
Statt auf pausenlose Action setzt „Westend“ auf Atmosphäre, Figuren und unterschwellige Spannung. Der Fall entwickelt sich ruhig, aber nie behäbig. Im Zentrum stehen die Beziehungen der Menschen – und die Frage, was unter der friedlichen Oberfläche des Ortes verborgen liegt.
Dass die Mischung für die Zuschauer:innen funktioniert, überrascht kaum: Das Drehbuch stammt von Holger Karsten Schmidt, der bereits bei „Nord bei Nordwest“ seine Krimi-Erfahrung bewiesen hat.
Lohnt sich „Nord bei Nordost: Westend“ in der ARD?
„Nord bei Nordost: Westend“ ist laut Zuschauer- und Kritiker-Stimmen ein stimmungsvoller Krimi aus dem Jahr 2024 – mit markanter Hauptfigur, schöner Seenplatten-Kulisse und einem Fall, der aktuelle Themen geschickt in klassische Ermittlungsarbeit einbindet.
Wer Krimis mag, die nicht nur auf Tempo setzen, sondern auf Lokalkolorit, Charaktere und leise Spannung, ist hier richtig. Vor allem Cordelia Wege macht neugierig auf weitere Fälle: Ihre Nina Hagen ist keine Wohlfühl-Kommissarin – aber eine, der man gern folgt.
Zu sehen ist „Nord bei Nordost: Westend“ am Freitag, 26. Juni, um 20.15 Uhr in der ARD. Wer zur Primetime keine Zeit hat, findet den Krimi auch in der ARD-Mediathek.




