“Armes Deutschland – Schok !”150 Euro fehlen jeden Monat”: Frührentnerin aus Gröbzig kämpft gegen die Armut
Claudia aus Gröbzig leidet unter einer chronischen Schmerzkrankheit. Die Frührentnerin kämpft jeden Monat mit wenig Geld. In der RTL2-Sendung “Armes Deutschland – Stempeln oder abrackern?” berichtet sie von ihrem Leben am Existenzminimum.

Claudia aus Gröbzig lebt monatlich am Existenzminimum. In der RTL2-Sendung “Armes Deutschland – Stempeln oder abrackern?” berichtet sie von ihrem monatlichen Kampf. Screenshot: RTL+/Armes Deutschland – Stempeln oder abrackern?
Gröbzig/DUR. – “Dem Staat auf der Tasche liegen, ist für mich keine Option”, erklärt Claudia. Die in Gröbzig (Landkreis Anhalt-Bitterfeld) lebende 64-Jährige ist Frührentnerin, bekommt eine kleine Rente und versucht, trotz gesundheitlicher Probleme über die Runden zu kommen.
Frührentnerin aus Gröbzig lebt am Existenzminimum: So viel Geld hat sie monatlich
Nach eigenen Angaben hat Claudia gerade einmal 1.213 Euro im Monat zur Verfügung. Davon würden 400 Euro für die Miete draufgehen, sagt sie. Der Rest reiche gerade, um Versicherungen und die Kosten für ihr Auto, auf das sie auf dem Land angewiesen sei, zu decken.
Am Ende des Monats bleibt laut ihren Angaben oft nichts übrig. Als sie in der Sendung ihre Ausgaben zusammenrechnet, wird deutlich: “150 Euro fehlen jeden Monat.”
Um die finanzielle Lücke zu schließen, arbeite sie als Mini-Jobberin in einer Küche. Doch da die Inhaberin nicht immer Arbeit für sie habe, sei das Extra-Einkommen unregelmäßig, so Claudia. Gerade die Wintermonate würden ihr daher große Sorgen bereiten.
Claudia bei “Armes Deutschland – stempeln oder abrackern?” über ihre schwere Krankheit
Doch nicht nur die Finanzen belasten Claudia schwer, auch gesundheitliche Probleme plagen sie. Die 64-Jährige leidet unter einer chronischen Schmerzerkrankung. Sie könne ihren Alltag “nur beschreiten wegen der Pharmaindustrie”, sagt sie.
Trotzdem versuche sie, nicht den Mut zu verlieren. “Du hast zwei Möglichkeiten: damit leben und sich arrangieren oder dich umbringen”, urteilt sie über ihre Lage.
Wegen geringem Geld vom Staat: Rentnerin aus Gröbzig überlebt nur wegen der Tafel
Eigentlich würde Claudia gerne wieder näher zu ihrer Familie in die Umgebung von Berlin ziehen. Doch die hohen Mietpreise würden diesen Wunsch unmöglich machen. Deshalb bleibe sie mit ihrer Hündin in Gröbzig wohnen.
Um Geld beim Einkauf zu sparen, nutzt die 64-Jährige die Angebote der Tafel. Diese seien an strenge Regeln geknüpft, erzählt sie in der Sendung. Aus diesem Grund fahre sie bereits am frühen Morgen los, um unter den Ersten zu sein, die nach der Öffnung Lebensmittel bekommen, berichtet die Frührentnerin.
Warum Claudia auf andere nicht arm wirken möchte
Kleine Gesten wie kostenlose Blumen würden sie dabei besonders glücklich machen. “Wenn mich manche Leute dreist für arm halten, möchte ich aber nicht so aussehen, als wäre ich arm.” Auch ihre Wohnung solle nicht so aussehen. “Das ist mir wichtig, dass man nicht anfängt, sich selbst zu vernachlässigen”, erzählt sie unter Tränen.
Die gelernte Verkehrskauffrau träumt davon, irgendwann wieder einkaufen gehen zu können, ohne jeden Preis im Supermarkt genau vergleichen zu müssen. Bis dahin versuche sie weiter, mit ihrer Situation zurechtzukommen und sich ihre Würde zu bewahren.




