Bürgergeld-Betrüger verurteilt: Paar muss Tausende Euro zurückzahlen

Ein Bürgergeld-Paar muss sich wegen dreisten Betrugs vor Gericht verantworten. Die erschlichenen Summen und das Urteil erregen Aufsehen.

Die RTL-Zwei-Doku „Armes Deutschland“ zeigt immer wieder Menschen, die mit finanziellen Problemen zu kämpfen haben. Doch nicht alle Protagonisten bleiben dabei ehrlich. Das Ehepaar Mike und Angelique, bekannt aus der Sendung, geriet nun ins Visier der Justiz.

Der Vorwurf: Betrug zu Lasten des Jobcenters. Dabei sollen sie sich über Monate hinweg zu Unrecht finanzielle Leistungen erschlichen haben. Der Fall sorgte für großes Aufsehen – auch wegen der hohen Summen, die im Raum stehen.

Pärchen betrügt monatelang das Jobcenter – Jetzt folgt die harte Strafe.
Pärchen betrügt monatelang das Jobcenter – jetzt folgt die harte Strafe © RTLZWEI, Madame Zheng

Mike und Angelique, bekannt aus „Armes Deutschland“, mussten sich vor dem Amtsgericht Pirmasens verantworten. Sie bezogen über Monate hinweg Bürgergeld und Arbeitslosengeld, ohne zusätzliche Einnahmen aus Online-Aktivitäten und anderen Tätigkeiten zu melden. Das Paar erhielt in diesem Zeitraum unrechtmäßig über 12.500 Euro an Sozialleistungen. Während Angelique mit einer Verwarnung und 80 Stunden gemeinnütziger Arbeit davonkam, wurde Mike zu fünf Monaten Haft auf Bewährung verurteilt.

Wie das Paar das Jobcenter täuschte

Die Betrugsmasche des Ehepaars war vielfältig. Neben dem Bürgergeld verdiente sich Mike durch eine Anstellung bei einem Discounter und durch Online-Plattformen dazu. Angelique war ebenfalls auf Verkaufsplattformen aktiv und erhielt zudem Geld aus Marktforschungsprojekten. Doch die Verpflichtung, diese Einkünfte dem Jobcenter zu melden, ignorierte das Paar offenbar absichtlich. Stattdessen beantragten sie weiterhin Leistungen, die ihnen nicht zustanden, und kassierten so zusätzlich fast 8.000 Euro Arbeitslosengeld.

Die Protagonisten aus „Armes Deutschland“ waren nicht das erste Mal in den Schlagzeilen. Bereits in der Sendung sorgten sie mit Aussagen wie „Umso mehr Geld, umso besser“ für Diskussionen.

Besonders brisant: Während sie vorgaben, auf das Bürgergeld angewiesen zu sein, nutzten sie kreative Wege, um zusätzliche Einnahmen zu generieren. Dazu gehörte auch der Verkauf von Büchern und das Ausräumen öffentlicher Bücherschränke, deren Inhalte sie anschließend weiterverkauften.

Der Fall von Mike und Angelique zeigt, wie wichtig Kontrollen im Sozialsystem sind. Er verdeutlicht auch, welche Konsequenzen auf diejenigen warten, die das System vorsätzlich ausnutzen.

Der Fall wirft erneut die Frage auf, wie Betrug in solchen Fällen künftig verhindert werden kann, ohne ehrliche Bedürftige unter Generalverdacht zu stellen. Dieses Bürgergeldpaar besteht sogar darauf, zwei getrennte Wohnungen zu haben.

 

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